Kerstin Berthold
Kerstin Berthold
Kerstin Berthold
Kerstin Berthold

Über Kerstin Berthold

Einzelausstellungen

  • 2019 DESY Zeuthen bei Berlin
  • 2016 Wissenschaftsetage Potsdam
  • 2015 Helmholz-Zentrum Berlin

Ausstellungsbeteiligungen:

  • 2007 Ausstellung Hobrechtstraße, Berlin
  • 2002 Ausstellung Adlershof, Berlin
  • 2000 Ausstellung im Adlershof, Berlin
  • 1999 Installation für die Ausstellung "Einigkeit, Recht und Freiheit 50 Jahre Bundesrepublik" im Martin Gropiusbau, Berlin
  • 1999 Ausstellung Adlershof, Berlin
  • 1998 Mittendrin ehemaliges Kraftwerk Vockerode, Sachensen Anhalt
  • 1997 digitales Werk für die Dauerausstellung Deutches Historisches Museum, Berlin 
  • 1997 Malerei und Skulptur Galerie im Rathaus Reinickendorf, Berlin
  • 1995 Große Münchner Kunstausstellung im Haus der Kunst, München
  • 1995 Bildhauer in Deutschland Kunstverein Augsburg Toskanische Säulenhalle
  • 1994 Große Münchner Kunstausstellung im Haus der Kunst, München 
  • 1993 Skulptur im Foyer, Investitionsbank Berlin
  • 1993 Galerie Tim Gierig im Leinwandhaus Frankfurt/M. 

Abschluss

1993 Meisterschülerin, Universität der Künste, Berlin 

Über die Künstlerin  - Kunst als Transformationsprozess

Seit drei Jahrzehnten arbeite ich als Bildhauerin und Malerin in Berlin – getragen von dem Erstaunen darüber, dass Gedanken, innere Bilder und Empfindungen eine materielle Form annehmen können. Dieses Staunen war der Ausgangspunkt meines künstlerischen Weges: der Wunsch, dem Unsichtbaren Gestalt zu geben und Prozesse sichtbar zu machen, die sich oft nur innerlich vollziehen.

 

Meine künstlerische Praxis bewegt sich seit vielen Jahren im Grenzbereich zwischen Kunst und Wissenschaft. In langfristigen Kooperationen mit renommierten Forschungseinrichtungen habe ich Projekte realisiert, in denen ästhetische Wahrnehmung, wissenschaftliche Erkenntnis und kulturelle Bedeutungsproduktion miteinander verschmelzen. Diese interdisziplinäre Erfahrung prägt meine Arbeitsweise bis heute – analytisch, experimentell, neugierig und offen für die komplexen Schichtungen eines Themas.

 

Feuer als Schwelle: zwischen Innenwelt und Menschheitsgeschichte.

 

Aktuell konzentriert sich meine Arbeit auf Ölbilder zum Thema Feuer. Dieses Motiv fasziniert mich auf mehreren Ebenen: gestalterisch durch seine unglaubliche Vielfalt an Farbnuancen, seine eruptive Dynamik und die Formen, die sich ständig neu erschaffen und wieder vergehen – wie ein Theater von Feuerfiguren, die aufstehen, sich vereinen, kämpfen und verschwinden.

 

Inhaltlich interessiert mich der versöhnende Moment zwischen Gefahr und Schutz, jene fragile Balance, in der Feuer zugleich bedrohlich und lebensspendend ist. Hinzu kommt der reiche kulturelle Hintergrund des Feuers: seine psychologische, theologische, mythologische und naturwissenschaftliche Bedeutung.

 

Auch formal schließen die Feuerbilder an mein bisheriges Werk an. Viele meiner Skulpturen und Malereien sind mehrteilig; sie entfalten sich aus dem Verhältnis der Einzelteile zueinander. Das Gesamtbild entsteht aus der Dynamik der Beziehungen, nicht aus dem isolierten Element. Diese Denkweise über Relationen, Spannungen und Zusammenhänge prägt auch meine mehrteiligen Feuerbilder.

 

So verbindet meine aktuelle Arbeit persönliche Erfahrung, künstlerische Forschung und kulturelle Tiefenschichten. Ich nähere mich dem Feuer nicht als äußeres Spektakel, sondern als Prozess: als kraftvolles Geschehen, das innere Transformation sichtbar macht und zugleich tief in die Menschheitsgeschichte eingeschrieben ist.

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